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Reisestart     13.09.2016
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Krankenkassenzuschuss zu Kururlaub und Präventionsreise

Krankenkassenzuschuss

Kur-Urlaub


Der Begriff „Kur“ umfasst ein breites Spektrum an Therapieverfahren, die je nach Schwere des Krankheitszustandes entweder zur Vorsorge (Prävention), zur Nachsorge (Rehabilitation) bzw. zur Linderung bei chronischen Krankheiten eingesetzt werden. Das übergeordnete Ziel einer Kur in einem staatlich anerkannten Heilbad oder einem Kurort ist die positive Einwirkung auf den menschlichen Organismus, um die private und berufliche Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Für alle Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen gilt der Grundsatz „ambulant vor stationär“. Den Aufenthalt in einer Kurklinik genehmigen die Kassen nur, wenn eine ambulante Maßnahme nicht ausreicht. Bei einer ambulanten Vorsorgemaßnahme – früher Badekur genannt – reist der Patient in einen anerkannten Kurort. Entscheidend für den Kurerfolg ist, die Kur in der richtigen Phase des Krankheitsverlaufs in die gesamte Behandlung einzubinden.

1. Wer hat Anspruch auf eine Kur?
2. Muss mein Kurort in Deutschland liegen, damit die Kur bezuschusst wird?
3. Wie bekomme ich den Zuschuss?
4. Wie hoch ist der Zuschuss?
5. Was tun, wenn die Krankenkasse keinen Zuschuss gewähren will?
6. Wie ist das bei privaten Krankenversicherungen?

Gesundheitskurse mit Krankenkassenzuschuss


Präventionsreisen Infos zum Buchen

1. Wer hat Anspruch auf eine Kur?
Was Ottonormalpatient „Kur“ nennt heißt bei den Krankenkassen „medizinische Vorsorge“ oder „Rehabilitation“. Manche Kassen bezuschussen sogar die Kosten für Anfahrt und Unterkunft bei ambulanten Kuren. Gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch auf eine Kur zur Vorsorge oder Rehabilitation,
wenn:
  • Die Kur einer Schwächung der Gesundheit vorbeugt und dazu beiträgt, die drohende Erkrankung abzuwenden.
  • Eine Frau schwanger ist und die Gefahr besteht, dass ihr Kind mit Krankheiten zur Welt kommt.
  • Der Ausbruch einer Krankheit verhindert oder deren Verschlechterung vermieden werden kann.
  • Ein Patient vor einer drohenden Pflegebedürftigkeit bewahrt werden kann.
Grundsätzlich kann jeder, der gesetzlich krankenversichert ist, alle 3 Jahre eine ambulante Vorsorgekur beantragen. Voraussetzung ist jedoch immer, dass die medizinische Notwendigkeit dafür besteht. Der Hausarzt muss schriftlich nachweisen können, dass zur Verbesserung des Gesundheitszustandes eine Vorsorgemaßnahme am Kurort am besten geeignet ist. Es ist empfehlenswert, eine Kur für drei Wochen in Anspruch zu nehmen, der Anspruch besteht jedoch gesetzlich nicht mehr.
2. Muss mein Kurort in Deutschland liegen, damit die Kur bezuschusst wird?
Sie haben das Recht, Ihren Kurort innerhalb der Europäischen Union frei zu wählen – vorausgesetzt, der Kurort und die ausgewählten Behandlungen sind aus medizinischer Sicht sinnvoll und es werden bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Zum Beispiel sollten die Ausstattung und die Behandlungsqualität den deutschen Standards entsprechen und das Personal deutsch sprechen. Welche Kurorte im Ausland von ihrer Krankenkasse genehmigt werden, können Sie unter nachschauen.

Ermitteln Sie vor Reiseantritt bitte die tatsächlichen Kosten. In der Regel müssen Sie in Vorleistung treten und im Nachhinein werden die Kosten von Ihrer Kasse erstattet. Zu diesem Zweck ist es wichtig, dass Sie sich vor Ort eine detaillierte Bescheinigung über die Höhe der medizinischen Behandlungskosten ausstellen lassen, die sie nach Beendigung Ihrer Reise zur Rückerstattung bei der Krankenkasse einreichen. Bei einigen Kureinrichtungen ist es möglich, das eine geringe Gebühr von Badearzt für die Erstellung des Behandlungsnachweises erhoben wird. Bitte beachten Sie, dass die Kasse nur Kosten in der Höhe erstattet, die eine gleichwertige Behandlung in Deutschland kostet. Die Mehrkosten trägt der Patient selbst! Auch die Berechnung einer Bearbeitungsgebühr für den Mehraufwand ist möglich. Diese liegt je nach Kasse zwischen 6 und 10% des Gesamtpreises, maximal aber bei € 50.–.

Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten Sie vor einer Kur im Ausland auf jeden Fall immer die Kosten vorher mit Ihrer Krankenkasse abklären.
3. Wie bekomme ich den Zuschuss?
Für die Gewährung eines Kurzuschusses durch Ihre Krankenkasse sind mehrere Schritte notwendig: Der erste Schritt ist immer der Gang zum Arzt, der die Dringlichkeit einer Kur feststellt. Danach beantragt der Arzt bei Ihrer Krankenkasse Zuschüsse für eine ambulante Vorsorgemaßnahme. Das hierfür notwendige Formular erhalten Sie bei der Krankenkasse. Es nennt sich: „Anregung einer ambulanten Vorsorgeleistung in anerkannten Kurorten gemäß § 23 Abs. 2 SGB V“ und muss mindestens zwei Monate vor der geplanten Reise bei der Krankenkasse eingereicht werden. Ihr Hausarzt hilft Ihnen beim Ausfüllen des Formulars um zu belegen, warum eine Kur nötig ist, der Arzt sollte zusätzlich zum ausgefüllten Antrag eine Stellungnahme schreiben, in der die therapeutische Notwendigkeit und die Ziele der Kur dargelegt werden. Außerdem könnnen Sie in einem persönlichen Bericht ihre Situation schildern und die Dringlichkeit der Kur noch mal hervorheben. Nachdem die Krankenkasse Ihren Antrag genehmigt hat, wenden Sie sich an Ihr Reisebüro, damit Sie zusammen Ihre Kurreise planen können.

4. Wie hoch ist der Zuschuss?
Bei der Genehmigung einer ambulanten Vorsorgekur übernimmt die Krankenkasse grundsätzlich die Kurarztkosten sowie 90% der Kurmittelkosten. Zu den übrigen Kosten wie z.B. Unterkunft, Verpflegung, Fahrtkosten, Kurtaxe kann die Krankenkasse einen pauschalen Zuschuss in Höhe von höchstens € 13.– täglich gewähren. Für chronisch kranke Kleinkinder kann sich dieser Zuschuss auf € 21.– pro Tag erhöhen. Welche Leistungen Ihre Kasse im einzeln bezuschusst können Sie im Vorfeld über den Link krankenkassen-experten.de erfahren.

5. Was tun, wenn die Krankenkasse keinen Zuschuss gewähren will?
Wird der Kurantrag abgelehnt, sollten Sie auf jeden Fall – am Besten mit Hilfe Ihres Arztes – Einspruch dagegen einlegen. Ist die Bezuschussung der Kurreise unwiderruflich abgelehnt, können Sie in einigen Häusern unseres Angebots auch mitgebrachte Rezepte Ihres behandelnden Arztes einlösen, die dann direkt mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Ist dies der Fall, finden Sie einen entsprechenden Vermerk in unserer Hotelbeschreibung. Oft besteht im Kurort auch die Möglichkeit, einen Badearzt aufzusuchen, der Ihren Kuraufenthalt zusammen mit Ihnen anhand der mitgebrachten Rezepte plant. Wichtig: Die Rezepte dürfen nicht älter als 10 Tage sein. Natürlich können Sie auch unabhängig von einer Genehmigung durch die Krankenkasse eine qualitativ hochwertige Kurreise buchen!

6. Wie ist das bei privaten Krankenversicherungen?
Die privaten Krankenversicherungen bieten Ihren Mitgliedern so genannte Kurkosten-Tarife an, die entweder auf den Ersatz der nachgewiesenen medizinischen Kosten oder auf die Zahlung eines pauschalen Tagegeldes ausgerichtet sind. Da dies ein Wahl-Tarif ist , prüfen Sie ihre Versicherungsunterlagen, ob dieser darin enthalten ist. Die Entscheidung, ob eine Kur angetreten wird oder nicht, liegt nicht bei der Krankenkasse, sondern bei Ihnen und Ihrem Arzt. Die Arztkosten vor Ort werden in der Regel von ihrer Privaten Krankenversicherung übernommen.

VIDEO:



Gesundheitskurse mit Krankenkassenzuschuss


Alle Präventionsreisen von Mediplus beinhalten einen oder zwei Gesundheitskurse – je nach ufenthaltsdauer, in einem Wellness Hotel. Alle Gesundheitskurse von Mediplus wurden von der Zentralen Prüfstelle Prävention der Gesetzlichen Krankenkassen inhaltlich geprüft und sind damit bezuschussungsfähig.

Das bedeutet für Sie:
Die gesetzlichen Krankenkassen haben seit dem 01.01.2014 die Abwicklung für die Erstattung der Kurskosten bei Präventionsreisen mit Gesundheitskursen wesentlich vereinfacht.

Wurde die Qualität – und damit die Bezuschussungsfähigkeit – der Gesundheitskurse bisher von jeder einzelnen Krankenkasse selbst geprüft, übernimmt dies jetzt die Zentrale Prüfstelle Prävention. Sie prüft einmalig die Qualität sämtlicher Gesundheitskurse und vergibt bei Erfolg ein Zertifikat mit dem Siegel „Deutscher Standard Prävention“ sowie eine individuelle Kurs-Identikationsnummer (Kurs-ID). Damit wird der jeweilige Kurs automatisch von allen beteiligten Krankenkassen als bezuschussbar anerkannt.

So erhalten Sie Ihren Präventionszuschuss:
Alle mit P gekennzeichneten Präventionsreisen müssen vor der Buchung nur einmal von Ihrer Krankenkasse genehmigt werden, damit Sie einen Zuschuss erhalten. Ihr Reisebüro unterstützt Sie gerne bei der Beantragung.

Bedingung der Kassen
Jedes Kassenmitglied ab 18 Jahren kann zwei Gesundheitskurse aus zwei verschiedenen Handlungsfeldern jährlich besuchen.

Die Handlungsfelder sind:
1. Bewegung
2. Stress/Entspannung
3. Ernährung

Nach Kursende bekommen Sie eine Teilnahmebescheinigung.Diese reichen Sie bei Ihrer Kasse ein, und erhalten je nach Kasse einen Zuschuss in Höhe von ca. € 75.-. Bei Teilnahme an zwei Kursen
erhalten Sie ca. € 150.-.

Weitere Informationen erhalten Sie in Ihrem Reisebüro.
Präventionsreise mit Krankenkassenzuschuss ganz einfach:
  • Präventionsreise bei Mediplus oder im Gesundheitsreisebüro buchen
  • Urlaub mit Gesundheitskurs machen und Bescheinigung erhalten
  • Kurs Bescheinigung einreichen und Krankenkassen Zuschuss bekommen
Welche Krankenkassen sind bei der Zentralen Prüfstelle Prävention?
  • Ersatzkassen
  • Betriebskrankenkassen
  • Allgemeinen Ortskrankenkassen
  • Innungskrankenkassen
  • Knappschaft
  • SVLFG
Voraussetzungen:
1. Sie sind bei einer der beteiligten Krankenkassen versichert
2. Sie haben noch keinen Präventionszuschuss zum gewählten Themen erhalten. Zum Beispiel für andere Gesundheitskurse oder Fitnessstudio.
Persönliche Beratung: (8 - 22 Uhr, Ortstarif)